Melissa officinalis

Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und soll aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen sein. Sie ist unter anderem mit dem Salbei (Link –>), Basilikum (Link –>) und dem Ysop (Link –>) verwandt.

Das beliebte Küchenkraut ist in verschiedenen Sorten zu erhalten, die sich im Geschmack, der Wuchshöhe sowie der Farbe ihrer Blätter unterscheiden.

Wer sich die Zitronenmelisse auf den Balkon holt, sollte keine Angst vor Hummeln oder anderen Bienen haben, denn ihre Blüten üben eine magische Anziehungskraft auf Insekten aus.

Sie eignet sich für die ganzjährige Kultur im Kasten, Kübel und als Gartenstaude.

zitronenmelisse

Pflege

Standort: Ideal ist ein Standort, an dem die Zitronenmelisse für mindestens drei Stunden täglich besonnt wird. Ob sie auch im Halbschatten zurechtkommt, bin ich derzeit am austesten, die Infos dazu folgen im Spätsommer.

Substrat: Als Substrat eignet sich Kräuter- oder Gemüserde. Ich verwende die torffreie Variante, der ich etwas Gartenerde beigemischt habe.

Wird die Melisse als Zierpflanze gepflegt, auch handelsübliche Blumenerde.

Gießen: Gießen kann man nach dem Motto „gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass“. Das heißt, die Erde darf zwischen den Wassergaben an-, aber nicht ganz austrocknen. Da vor allem ältere Pflanzen viel Wurzelmasse ausgebildet haben können, kann während der warmen Sommerwochen das tägliche Wässern nötig sein.

Im Winter hält man die Erde etwas trockener und gießt nur zu frostfreien Zeiten. Ganz austrocknen darf sie aber auch jetzt nicht.

melissa officinalis

Melissa officinalis (panaschierte Sorte)

Düngen: Im ersten Jahr nach dem Ein- oder Umpflanzen muss nicht gedüngt werden. Anschließend kann man monatlich organischen Gemüsedünger in der halben Konzentration verabreichen.

Überwintern: Da es bei uns selten kälter wird als -15 Grad, habe ich den Kasten auch im Winter auf dem Balkon stehen.

Besonderheiten: Melissa officinalis neigt zum Wuchern, aus diesem Grund kultiviere ich sie (mittlerweile) nur noch im Balkonkasten. Der ihr aber regelmäßig ungefähr alle zwei Jahre zu klein wird. Dann teile ich sie im Frühjahr.

Die Zitronenmelisse im Garten

Ideal ist ein humushaltiger und gleichmäßig feuchter Boden. Etwas Lehm oder Sand werden auch vertragen. Zum Düngen kann man Komposterde verwenden.

Vermehrung

Schnell und einfach lässt sich die Zitronenmelisse durch Teilung oder Stecklinge, die bei Temperaturen so um die 20 Grad bereits nach zehn Tagen die ersten Wurzeln zeigen, vermehren.

zitronenmelisse steckling

Die Stecklinge kann man sofort in Erde pflanzen oder im Wasserglas vorziehen. Die Anzucht aus Samen ist ebenfalls möglich.

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