Lavandula stoechas

Schopflavendel

Der Schopflavendel stammt aus dem Mittelmeerraum und zählt zur Familie der Lippenblütler. Von ihm sind verschiedene Sorten zu erhalten, mit lila, rosa oder weißen die kleinen Blüten umrandenden Hochblättern. Sie können zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch werden.

Lavandula stoechas ist nicht winterhart und muss während dieser Zeit vor Frost geschützt platziert werden. Die kleinen Sorten eignen sich gut für die Kultur im Topf oder Balkonkasten und die großen für den Kübel.

Lavandula stoechas

Pflege
  1. Standort: sonnig
  2. Gießen: durchdringend vom Frühjahr bis in den Herbst, fast trocken im Winter
  3. Dünger: Flüssigdünger monatlich von April bis September, Stäbchen
  4. Substrat: Kakteenerde, Erde-Sand-Tongranulat-Mischung
  5. Winterhart: nein, bei 5 bis 10 Grad überwintern
  6. Vermehrung: Samen, Stecklinge

Ideal ist ein Standort mit mindestens vier Stunden Sonne täglich. Auf dem Balkon oder der Terrasse kann man ihn platzieren, sobald die Temperatur nicht mehr unter drei Grad abfällt.

Zur Frostverträglichkeit habe ich verschiedene Angaben gefunden, angeblich soll der Schopflavendel bis -5 °C vertragen. Diese Info scheint zu ihm aber noch nicht durchgedrungen zu sein, mein erstes Exemplar hat nämlich bereits in einer frostigen Nacht bei -2 °C sein Leben ausgehaucht.

Das Substrat sollte gut durchlässig sein. Gut eignet sich handelsübliche Kakteenerde. Die kann man selbst mischen, aus zwei Teilen Blumenerde und je einem Teil Sand und Bimskies oder alternativ Tongranulat.

Während der Wachstums- und Blützeit, vom Frühsommer bis in den Herbst, darf durchdringend gegossen werden. Lavandula stoechas erhält soviel Wasser, bis sich die Erde damit vollgesogen hat. Was in den Untersetzer abläuft, wird nach einigen Minuten entfernt. Bis zum nächsten Gießen lässt man das Substrat fast austrocknen.

Der Nährstoffbedarf des Schopflavendel ist nicht besonders hoch. Wenn er jährlich umgetopft wird, muss man ihn nicht düngen. Pflanzen, die schon länger in der selben Erde wachsen, kann man von April bis September monatlich halb konzentrierten Flüssigdünger verabreichen. Oder zum Beginn der Wachstumszeit Stäbchen, ebenfalls in der halben Konzentration.

Schopflavendel

Überwintern

Zum Überwintern ist ein helles bis halbschattiges Plätzchen, zwischen fünf und zehn Grad ideal. Man wässert jetzt nur schlückchenweise und gerade soviel, das die Erde nicht austrocknet. Nasses Substrat in Kombination mit niedrigen Temperaturen kann Wurzelfäule verursachen.

Lavandula stoechas

Schneiden

Das Schneiden ist im Frühjahr oder Herbst möglich. Ich bevorzuge den Frühjahrsschnitt und entferne damit auch die Geiltriebe des Winters.

Vermehrung

Die Vermehrung kann durch im Fachhandel erhältliche Samen erfolgen. Die Anzucht aus Stecklingen ist ebenfalls möglich.

lavandula stoechasschopflavendel

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