Hebe × andersonii

Hebe, Strauchveronika

Die Gattung Hebe* zählt zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und beinhaltet knapp 100 Arten, von denen die meisten in Neuseeland heimisch zu sein scheinen.

Im Handel sind überwiegend die Sorten aus der Andersonii- oder Armstrongii-Gruppe zu finden.

Die Blätter der Hebe-Andersonii-Hybriden sind größer als die der Armstrongii’s, von denen einige wie Zwergkoniferen aussehen. Zudem unterscheiden sich die Mitglieder der beiden Gruppen durch die Frostverträglichkeit. Je kleiner die Blätter sind, desto mehr Minusgrade soll die betreffende Sorte vertragen.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Hebe × andersonii bereits ab -5 °C schlapp macht. Die kleinblättrigen Sorten können einen milden Winter durchaus überstehen. Für unser ständig zwischen warm, frostig und nass wechselnedes Winterwetter, eignen sie sich aber nicht dauerhaft.

Hebe × andersonii

Pflege
  1. Standort: sonnig, die grünen Sorten auch halbschattig
  2. Gießen: antrocknen lassen zwischen den Wassergaben
  3. Düngen: von April bis September
  4. Temperatur: bei 5-10 °C überwintern
  5. Substrat: Blumenerde, auch gemischt mit etwas Sand und Tongranulat
  6. Vermehrung: Stecklinge

Optimal ist ein Standort, an dem die Strauchveronika für mindestens 3 Stunden täglich besonnt wird. Vor allem die buntlaubigen Sorten benötigen es hell, damit sie ihre Blattzeichnung ausbilden können. Die einfarbigen vertragen auch lichten Halbschatten.

Steht der Topf oder Kübel bis weit in den Herbst hinein im Regen, ist ein durchlässiges Substrat ideal. Anmischen kann man es aus 3 Teilen Blumenerde sowie je einem Teil Sand und Tongranulat.

Überdacht platzierte Exemplare mit kontrollierter Wasserzufuhr, können in purer Blumen- oder Kübelpflanzenerde kultiviert werden.

Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben gut an-, aber nicht völlig austrocknen dürfen.

Im ersten Jahr nach dem Ein- oder Umtopfen muss Hebe × andersonii nicht gedüngt werden. Wie man in den Folgejahren vorgehen kann, habe ich hier beschrieben.

Strauchveronika

Überwintern

Wenn sich die Temperaturen zwischen 0 und 5 °C einpendeln, sollte die Strauchveronika ins Winterquartier kommen. Dafür eignet sich ein helles, aber kühles Plätzchen, zwischen 5 und 10 °C.

Die Erde wird nur mäßig feucht gehalten, das Wasser verabreicht man schlückweise und gerade soviel, dass sie nicht austrocknet.

Vermehren

Die Vermehrung kann durch Stecklinge erfolgen. Ein guter Zeitpunkt für den Schnitt ist das Frühjahr.

* Einige Botaniker betrachten Hebe nicht mehr als eigenständige Gattung, sondern lediglich als eine Untergattung von Veronica. Durchgesetzt scheint sich diese Klassifizierung aber nicht zu haben.

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