Ophiopogon planiscapus

Schlangenbart

Von den Schlangenbärten gibt es ungefähr 67 Arten, die von Ostasien bis Südostasien heimisch sind. Sie zählen zur Unterfamilie Nolinoideae innerhalb der Spargelgewächse (Asparagaceae) und sind nahe mit den Maiglöckchen (Link –>), Sansevierien (Link –>) sowie den Schusterpalmen (Link –>) verwandt.

Ophiopogon planiscapus stammt aus Japan, zeigt seine weiß-rosa Blüten im Juli/August, kann bis zu 20 Zentimeter hoch werden und ist immergrün.

Er wird zwar als winterharte Staude mit einer Frosthärte von bis zu -17 °C vertrieben, wer aber länger als nur eine Saison an ihm Freude haben möchte, überwintert ihn frostfrei. Diese Erfahrung durfte ich übrigens auch mit den nahe verwandten Arten aus der Gattung Liriope (Traubenlilien) machen. Die mir alle, trotz durchlässigem Boden und geschütztem Standort, erfroren sind.

ophiopogon planiscapus

Ophiopogon planiscapus "Nigrescens"

Pflege
  1. Standort: Morgen-/Abendsonne, Halbschatten
  2. Gießen: durchdringend vom Frühjahr bis in den Herbst, mäßig feucht im Winter
  3. Dünger: Flüssig- oder Langzeitdünger von April bis September
  4. Substrat: Einheitserde, Kakteenerde, Blumenerde-Tongranulat-Mix
  5. Winterhart: nicht im Topf
  6. Vermehrung: Samen, Ausläufer

Sehr apart wirkt die schwarzblättrige Sorte „Nigrescens“. Die jungen Blätter sind grün um sich dann immer dunkler bis hin zu schwarz zu färben.

Der Schlangenbart eignet sich für absonnige bis halbschattige Standorte, mit Morgen- oder Abendsonne. Kurzfristig ein paar Minusgrade schaden ihm nicht, man kann ihn also früh im Jahr auf den Balkon stellen und im Herbst einräumen, wenn heftiger Frost angesagt ist.

Ideal ist ein gut durchlässiges Substrat, wie zum Beispiel Kakteenerde. Die kann man selbst mischen, aus zwei Teilen Blumenerde und je einem Teil Sand und Tongranulat.

Vom Frühjahr bis in den Herbst darf man durchdringend gießen. Dabei wird soviel Wasser verabreicht, bis sich die Erde damit vollgesogen hat. Bis zur Nächsten Wassergabe lässt man sie dann fast austrocknen.

Staunässe mag der Schlangenbart nicht. Aus diesem Grund ist es gut, wenn er während der kalten Frühjahrs- und Herbst-Wochen vor Regen geschützt steht.

schlangenbart

Zum Düngen kann man handelsübliche Flüssig- oder Langzeitdünger verwenden, wie zum Beispiel Stäbchen. Im ersten Jahr nach dem Umtopfen ist keine Düngergabe erforderlich, danach verabreicht man die flüssige Variante monatlich, von April bis September, halb konzentriert. Oder man bestückt den Topf im Frühjahr mit Stäbchen, ebenfalls in der halben Konzentration.

Überwintern

Kühl, zwischen 3 und 10 °C, hell oder schattig. Während dieser Zeit wird nur schluckweise gewässert, man hält das Substrat nur so feucht, das es nicht austrocknet.

Vermehren

Die Vermehrung kann durch das Abtrennen von Tochterpflanzen erfolgen.

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