Cordyline australis

Keulenlilie

Cordyline australis könnte man auf den ersten Blick mit einem Drachenbaum (Dracaena) oder einer Palmlilie (Yucca) verwechseln. Mit diesen Arten ist sie aber nur entfernt verwandt.

Von der als Keulenlilie bekannten Pflanze gibt es Sorten mit grünen, rötlichen oder grün-gelb-gestreiften Blättern. Heimisch ist sie in Neuseeland.

Cordyline australis

Pflege
  1. Standort: hell bis sonnig
  2. Gießen: an- aber nicht austrocknen lassen
  3. Substrat: Kakteenerde, Kübelpflanzenerde
  4. Düngen: gelegentlich von April bis September
  5. Überwintern: hell bei 5-10 °C
  6. Vermehrung: Stecklinge

Standort: Ideal ist ein Standort, an dem die Keulenlilie für mindestens 3 Stunden täglich Sonnenlicht erhält. Die Mittagssonne wird vertragen, ist aber für das gute Gedeihen nicht zwingend notwendig.

Wenn sie vom Winterquartier auf den Balkon oder in den Garten kommt, muss sie langsam an die Sonne gewöhnt werden. Das gilt auch für neu erworbene Pflanzen. Sonst können die Blätter „verbrennen“ und sterben ab.

Substrat: Bei mir hat sich ein Mix aus Kübelpflanzenerde, Tongranulat und Sand im Verhältnis 3:1:1 bewährt. Handelsübliche Kakteenerde eignet sich ebenfalls.

Gießen: Gießen sollte man erst, wenn das Substrat gut an-, aber nocht nicht ausgetrocknet ist. Kurzzeitige Ballentrockenheit (für 1-2 Tage) wird vertragen. Tritt sie aber häufig auf, schwächt das Cordyline australis.

Staunässe oder dauernasse Erde, zum Beispiel während der kühlen Frühlings- und Herbstwochen, führen zum Verfaulen der Wurzeln.

Düngen: Zum Einsatz kommen können die üblichen Düngemittel für Grün- oder Blühpflanzen. Es reicht, wenn damit ein Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen begonnen wird.

Flüssigdünger gibt man von April bis September alle 4 bis 8 Wochen ins Gießewasser. Stäbchen, Granulat oder Pellets, werden je einmal im Frühling und Sommer verabreicht.

Überwintern: Im Winter sollte die Keulenlilie kühl stehen, sodass sie ihr Wachstum einstellt. Ideal sind Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Sie wird jetzt nur schlückchenweise gewässert, die Erde darf nur mäßig feucht sein.

Im hellen Wintergarten kommt sie auch mit 10 bis 15 °C zurecht. Ein zu warmer Standort kann zum Befall mit Wollläusen oder Spinnmilben führen.

Ob es wirklich stimmt, dass Cordyline australis kurzfristig -5 bis -10 °C verträgt, habe ich nicht getestet. Arten mit solch einer geringen Frosttoleranz sind in unseren Breiten aber nicht winterhart. Wenn sie nicht erfrieren, dann ersaufen sie während der nasskalten Winterwochen.

Keulenlilie

Keulenlilie (Cordyline australis „Red Star“)

Vermehren

Im Fachhandel werden Samen angeboten, die Anzucht aus Stecklingen ist ebenfalls möglich.

Basisinfos

Die Gattung Cordyline zählt zu den Spargelgewächsen (Asparagaceae). Sie beinhaltet ungefähr 24 Arten, sowie 2 natürlich vorkommende Hybriden (Kreuzungen).

Am häufigsten in Kultur befinden, dürfte sich C. fruticosa. Von ihr sind ein- und mehrfarbige Sorten zu erhalten. Sie benötigt einen ganzjährig warmen, hellen bis sonnigen Standort.

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