Olea europaea

Olivenbaum, Ölbaum

Der Olivenbaum (Olea europaea) eignet sich gut für die Kultur im Kübel, wenn er frostfrei überwintert wird. Milde Winter kann er ausgepflanzt im Garten überleben, mit mehr oder weniger heftigen Erfrierungen.

Jungpflanzen oder Bäumchen, die durch regelmäßige Schnitte klein gehalten werden, können ganzjährig in der Wohnung stehen – wenn man ihnen im Winter ein kühles Plätzchen anbieten kann.

Olea europaea

Ein kleines Bäumchen aus dem Discounter …

Die Pflege im Kübel
  1. Standort: voll- bis teilsonnig, lichter Halbschatten
  2. Substrat: Blumen-/Kübelpflanzenerde, aufgelockert mit Bimskies oder Tongranulat; mineralische Bonsaierde
  3. Gießen: antrocknen lassen, mäßig im Winter
  4. Düngen: von März/April bis August
  5. Winterhart: nein, verträgt je nach Sorte im Kübel bis -8 °C und ausgepflanzt im Garten bis -12 °C
  6. Vermehrung: Samen, Stecklinge

Standort: Ideal ist ein voll- bis teilsonniger Standort. Auf dem Balkon oder im Garten verträgt Olea europaea auch lichten Halbschatten, wenn dort gelegentlich ein Sonnenstrahl bis zu ihm durchdringt.

Substrat: Kübelpflanzenerde pur oder gemischt mit Bimskies bzw. Tongranulat. Mineralische Mischungen für Bonsai eignen sich ebenfalls.

Steht der Olivenbaum im Freien, vernässt ein durchlässiger Mix mit Bimskies nicht so stark, wenn sich Frühjahr oder Herbst von ihrer regnerischen Seite präsentieren.

Für Überdacht stehende Exemplare kann auch Blumenerde verwendet werden.

Olivenbaum

… kann nach wenigen Jahren fast schon wie ein großer Olivenbaum aussehen.

Gießen: Die Erde sollte an-, aber nicht austrocknen dürfen zwischen den Wassergaben. Während der warmen Monate darf durchdringend gegossen werden. Dabei wird solange Wasser verabreicht, bis sich das Substrat damit vollgesogen hat.

Wie oft man gießen muss, ist von der Beschaffenheit des Substrats, der Temperatur sowie der Größe der Pflanze im Verhältnis zum Kübel abhängig. Während der heißen Sommerwochen kann an einem vollsonnigen Standort tägliches wässern angesagt sein.

Düngen: Gedüngt wird nur von März bis August. Damit beginnt man erst ein Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen.

Flüssigdünger darf monatlich verabreicht werden. Stäbchen kommen im Frühjahr und Sommer in den Kübel.

Wer ein Aquarium oder einen Teich hat, kann dieses Wasser als Dünger verwenden.

Überwintern: Damit er seine Blätter behält, sollte der Olivenbaum hell und kühl, bei 5 bis 10 °C überwintert werden.

Gegossen wird er nur schlückchenweise, die Erde hält man mäßig feucht, ohne sie austrocknen zu lassen.

Das Einräumen ins Winterquartier kann spät und das Ausräumen früh erfolgen. Leichte und kurze Fröste bis zu -5 °C sind kein Problem.

Olivenbäumchen

Das schattige bis dunkle Überwintern ist ebenfalls möglich, verläuft aber nicht ohne den Verlust von Blättern.

Ich hatte übrigens 3 Jahre einen ungefähr 1,5 Meter hohen Olivenbaum in meinem Wohnzimmer (Südfenster) stehen. Dort bewegen sich die Temperaturen während des Winters zwischen 14 und 20 °C. Überstanden hat er das gut, allerdings jährlich die Blätter auf der dem Licht abgewandten Seite abgeworfen.

Die Pflege als Zimmerpflanze

Da Olea europaea schnittverträglich ist, eignet er sich zur Gestaltung als Bonsai. Die kleinen Bäumchen können ganzjährig in der Wohnung gepflegt werden, wenn man ihnen ein sonniges Fenster und im Winter ein kühles Plätzchen anbieten kann.

Olivenbaum Blüten

Der Olivenbaum im Garten

Nach meinen Erfahrungen sind die in Bau- und Supermärkten angebotenen Sorten des Olivenbaums bei uns nicht winterhart. Sie überstehen milde Winter mit maximal -12 °C mit leichten Erfrierungen.

Dauerfrost oder überfrierende Nässe vertragen sie aber nicht.

Olea europaea „Hojiblanca“ soll eine gut frostharte Sorte sein und laut Händler Temperaturen bis zu -17 °C vertragen. Wenn dem so wäre, warum nur sehe ich selbst in der milden Pfalz keine ausgepflanzten Olivenbäume … ?

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