Canna indica

Indisches Blumenrohr

Die Gattung Canna zählt zur Familie der Blumenrohrgewächse (Cannaceae) und ist sehr entfernt mit den Bananen und dem Ingwer verwandt. Sie beinhaltet ungefähr 9 Arten, die in Mittel- und Südamerika heimisch sind.

Am häufigsten in Kultur befinden, dürfte sich Canna indica. Obwohl sie nicht aus Indien stammt, kennt man sie als Indisches Blumenrohr. Umgangssprachlich eingebürgert hat sich aber mittlerweile der Gattungsname Canna.

Von ihr sind über 1000 Sorten zu erhalten. Sie unterscheiden sich in der Höhe sowie der Färbung ihrer Blätter und Blüten. Die kleinen eignen sich für den Balkonkasten oder Kübel, die großen sind während des Sommers im Garten ausgepflanzt besser aufgehoben.

Canna indica

Basisinfos

Die Canna ist nicht winterhart und sollte erst auf den Balkon oder in den Garten kommen, wenn kein Frost mehr erwartet wird.

Die meisten Sorten benötigen einen sonnigen Standort, es gibt aber auch welche, die gut im Halbschatten wachsen.

Die Blütezeit lässt sich verlängern, wenn sie Anfang April im Haus vorgezogen wird. Der Standort dafür sollte sonnig und hell sein.

Die Einzelblüten halten leider nicht lange und fallen nach 1-2 Tagen ab.

Pflege
  1. Standort: die meisten Sorten mögen es sonnig, einige auch halbschattig
  2. Gießen: gleichmäßig feucht
  3. Substrat: Blumenerde, Kübelpflanzenerde
  4. Überwintern: frostfrei, wurzelnackt oder zurückgeschnitten im Topf, 5-10 °C
  5. Vermehrung: Samen, Teilung des Rhizoms

Die Pflege im Topf oder Kübel

Als Substrat eignet sich Blumenerde. Wer die Pflanzen im Herbst nicht austopft, verwendet besser eine Mischung für Kübelpflanzen oder Palmen. Sie sind in der Struktur stabiler, da sie Ton enthalten.

Die Erde sollte gleichmäßig feucht sein. Sie darf zwischen den Wassergaben an-, aber nicht austrocknen.

Kurzzeitige Staunässe wird vertragen, der Kübel kann in einem Untersetzer stehen.

Die Canna eignet sich auch für die sumpfige Kultur, ob das für alle Sorten gilt, kann ich nicht sagen. Dafür sollte man ein mineralisch-lehmiges Substrat verwenden. Handelsübliche Blumenerde verfault, wenn sie ständig mit Wasser bedeckt ist. Dabei entstehen übel riechende Gase.

Canna Sumpfpflanze

Die Canna als Sumpfpflanze, kultiviert in einem Übertopf in lehmigem Substrat wachsend. Das Foto ist nach der ersten Frostnacht im Herbst 2010 entstanden. Die oberirdischen Pflanzenteile waren erfroren, das Rhizom hat überlebt.

Wenn jährlich umgetopft oder ein Teil der Erde erneuert wird, dann müssen die im Kasten oder Kübel wachsenden Cannas nicht gedüngt werden. Anschließend kann man monatlich flüssigen Blühpflanzendünger oder im Frühjahr und Sommer Stäbchen verabreichen.

Überwintern

Überwintern kann man das Rhizom nackt und luftig, zum Beispiel auf Sand liegend im Keller. Oder man lässt es im Topf.

Vor dem Einwintern werden die Triebe auf ungefähr 10 Zentimeter eingekürzt.

Ideal ist ein kühler und dunkler Standort, bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Damit das Rhizom nicht ganz so stark schrumpft, verabreiche ich einmal im Monat ein kleines Schlückchen Wasser. Die nackt gelagerten werden besprüht.

So kann man übrigens auch Dahlien über den Winter bringen.

Canna

Buntlaubige Canna-Sorte, die ich im Wohnzimmer überwintert habe.

Wer einen Wintergarten hat, kann seine Cannas dort überwintern, ohne sie zurückzuschneiden. Das oben gezeigte Exemplar hatte ich im Winter 2011/12 im Wohnzimmer, am Südfenster stehen.

Die Winterruhe ist bei uns nötig, da die Pflanzen keinen Frost vertragen. In tropischen und subtropischen Regionen wachsen sie das ganze Jahr über.

Indisches Blumenrohr

Die Kultur im Garten

Die Canna eignet sich auch gut als Beetpflanze. Damit ihr die ersten Fröste im Herbst nichts anhaben können, sollte das Rhizom mit 10-20 Zentimetern Erde bedeckt werden. So erfrieren nur die über der Erde wachsenden Pflanzenteile.

Ideal ist ein humoser Boden, der auch etwas Lehm enthalten kann. Magere Erde lässt sich durch das Einarbeiten von Kompost aufwerten.

Vermehren

Im Fachhandel sind Samen zu erhalten. Einfacher und schneller vermehren die Canna-Sorten aber durch das Teilen des Rhizoms.

Canna-Rhizom