Musa basjoo

Japanische Faserbanane

Musa basjoo stammt ursprünglich aus China, ist aber umgangssprachlich als Japanische Faserbanane bekannt. Sie kann bis zu 4 Meter hoch werden, bleibt im Kübel aber kleiner. Botanisch eingeordnet ist sie in die Familie der Bananengewächse (Musaceae), zu der auch die Gattungen Ensete und Musella zählen.

In milden Regionen ist, wenn sie gut eingepackt wird, die ganzjährige Kultur im Garten möglich.

faserbanane

Pflege im Kübel
  1. Standort: sonnig bis halbschattig
  2. Gießen: gleichmäßig feucht vom Frühjahr bis in den Herbst, mäßig feucht im Winter
  3. Dünger: Flüssigdünger monatlich von April bis September, Stäbchen Anfang April & Juli
  4. Substrat: Einheitserde
  5. Winterhart: im Garten bedingt, im Kübel frostfrei zwischen 5-10 °C überwintern
  6. Vermehrung: Samen, Teilung des Rhizoms

Ideal ist ein Standort, an dem die Faserbanane für mindestens 3 Stunden täglich Sonnenlicht erhält. Junge Pflanzen platziert man, bis sie ungefähr 1 Meter hoch sind, absonnig bis halbschattig, also ohne direkte Mittagssonne.

Auf den Balkon oder in den Garten sollte sie erst kommen, wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Bereits bei 0 °C erfrieren die Blätter. Ihr Scheinstamm und das Rhizom vertragen es kälter, sodass sie schnell wieder austreibt sobald die Temperaturen steigen.

Als Substrat kann man handelsübliche Blumenerde verwenden. Bei mir kommt eine torffreie Variante zum Einsatz, die etwas schneller austrocknet als die torfhaltige.

Während der Wachstumszeit, vom Frühjahr bis in den Herbst, hält man die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. Ist sie an der Oberfläche bereits trocken, kann weiter unten im Kübel noch ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung stehen.

Gerade die großen Exemplare benötigen viel Wasser. Während der heißen Sommerwochen kann deshalb tägliches Gießen nötig sein. Staunässe wird nicht vertragen, ganz austrocknen sollte das Substrat nicht.

Wird Musa basjoo jedes Jahr mit ausreichend neuer Erde versorgt, muss man sie nicht düngen. Ansonsten kann man von April bis September einmal im Monat halb konzentrierten flüssigdünger verabreichen. Pflanzen die schon länger nicht mehr umgetopft wurden, düngt man in der vom Hersteller empfohlenen Konzentration.

Überwintern

Die besten Erfahrungen habe ich im kühlen Treppenhaus, zwischen 5 und 10 °C gemacht. Da sie bei diesen Temperaturen ihr Wachstum einstellt, kann das auch im dunklen Keller sein. Gewässert wird nur schlückchenweise, man hält die Erde gerade so feucht, das sie nicht austrocknet. Nasses Substrat in Kombination mit niedrigen Temperaturen führt zum Verfaulen des Rhizoms (Wurzelstocks).

Vermehrung

Vermehren lässt sich die Faserbanane durch im Fachhandel erhältliche Samen oder Rhizomstecklinge.

musa basjoo

Die Pflege im Garten

Musa basjoo gilt zwar als frosthart bis -12 °C, damit sie einen unserer Winter überlebt, muss man sie aber warm und trocken einpacken. Derlei Handwerkskunst zählt nicht zu meinen Stärken, sodass das oben gezeigte Exemplar den Winter 2011/12 nicht überlebt hat.