Incarvillea delavayi

Gartengloxinie, Freilandgloxinie

Die angebliche Gartengloxinie (Incarvillea delavayi) stammt aus China und ist mit den „echten“ Gloxinien (Sinningia) nicht verwandt, sondern zählt zur Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae). Sie kann bis zu 50 Zentimeter hoch werden und wird in Sorten, mit lila, rosa sowie weißen Blüten angeboten.

Gartengloxinie

Pflege
  1. Standort: voll- bis teilsonnig
  2. Substrat: Blumenerde, pur oder mit Sand/Tongranulat
  3. Gießen: an- aber nicht austrocknen lassen
  4. Düngen: von April bis September
  5. Winterhart: bedingt, übersteht nur milde Winter ausgepflanzt im Beet. Besser frostfrei überwintern.
  6. Vermehrung: Samen

Pflanzzeit: Die Knollen von Incarvillea delavayi sind ab März in Discountern und Supermärkten zu erhalten. Wer sie nicht im Haus vorziehen möchte, lagert sie am besten kühl, zum Beispiel im Gemüsefach des Kühlschranks, eingepackt in mäßig feuchte Erde.

Auf den Balkon oder ins Beet dürfen sie erst kommen, wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Er könnte die zarten Austriebe dahinraffen.

Standort: Die angebliche Gartengloxinie benötigt einen voll- bis teilsonnigen Standort, um sich gut entwickeln zu können. Gerne auch in der prallen Mittagssonne.

Substrat: Die üblichen Mischungen für Zimmer- oder Kübelpflanzen können zum Einsatz kommen. Entweder pur, oder aufgelockert mit Tongranulat im Verhältnis 3:1 bis 2:1.

Gießen: Während der Wachstums- und Blützeit sollte die Erde an-, aber nicht austrocknen dürfen zwischen den Wassergaben.

Ballentrockenheit kann zum Verwelken von Blütenknospen führen. Staunässe verursacht Wurzelfäule.

Düngen: Wenn Incarvillea delavayi jährliche frische Erde erhält, ist keine weitere Düngung erforderlich, da Fertigsubstrate vorgedüngt sind.

Exemplare die schon länger nicht mehr umgetopft wurden, kann man monaltich Flüssigdünger verabreichen.

Überwintern: Nach meinen Beobachtungen ist die angebliche Freilandgloxinie in unseren Breiten nicht winterhart. Sie mag kurzfristig leichten Frost vertragen, einen der typischen nasskalten Winter übersteht sie aber nicht.

Wenn sie im Herbst ihre Blätter einzieht, reduziert man die Wassergaben. Die Knollen können im Topf bleiben. Damit sie nicht allzuviel Feuchtigkeit verlieren, gibt es einmal im Monat ein Schlückchen Wasser.

Der Standort darf dunkel und sollte kühl sein, ideal sind Temperaturen zwischen 5 und 10 °C.

Incarvillea delavayi

Ausputzen: Für eine lange Blütezeit, muss Verblühtes regelmäßig entfernt werden. Sobald die letzte Blüte eines Stängels zu verwelken beginnt, wird er abgeschnitten. Mit etwas Glück erscheint nach ein paar Tagen ein neuer.

Vermehren

Die Vermehrung kann durch Aussaat erfolgen. Das Saatgut muss man selbst gewinnen, es ist nicht im Handel zu erhalten.

Basisinformationen

Incarvillea delavayi wird auch als „rosa blühender Farn“ verkauft. Farne blühen nicht. Einigen Anbietern ist jedes Mittel recht, um ihre Ware an die Kundschaft zu bringen.

Tipp: Um sie besser verkaufen zu können, werden viele Pflanzen als winterhart angeboten, die nur wenig Frost vertragen. Diese Gewächse sollen zumeist „mit Schutz“ oder „geschützt“ überwintert werden.

Daran können Sie erkennen, dass es sich nicht um winterharte Arten handelt.