Chelidonium majus

Großes Schöllkraut

Das Große Schöllkraut (Chelidonium majus) hat eigentlich alles, was eine erfolgreiche Balkonpflanze braucht. Es ist anpassungsfähig, winterhart und blüht vom Frühjahr bis in den Herbst. Sogar eine gefüllte Sorte ist zu erhalten. Trotzdem gilt es bei uns als „Unkraut“.

Möglicherweise aufgrund seiner Robustheit. Es lässt sich nämlich schlecht jährlich vielfach neu verkaufen.

chelidonium majus

Chelidonium majus "Pleniflorus"

Pflege
  1. Standort: sonnig bis schattig
  2. Gießen: gleichmäßig feucht vom Frühjahr bis in den Herbst, mäßig feucht im Winter
  3. Dünger: organischer Gemüsedünger monatlich von April bis September
  4. Substrat: Einheitserde
  5. Winterhart: ja
  6. Vermehrung: Samen, teilen

Standort: Das Große Schöllkraut eignet sich für sonnige bis schattige Standorte. Pflegeleicht ist es an einem halbschattigen Plätzchen, mit Morgen- oder Abendsonne.

Substrat: Als Substrat kann man handelsübliche Blumenerde verwenden. Bei mir kommt die torffreie Variante zum Einsatz. Man hält sie gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass.

Gießen: Wie oft gegossen werden muss, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. An einem vollsonnigen Standort kann während der heißen Sommerwochen tägliches Wässern nötig sein. Wenn man das Schöllkraut weder im Wasser stehen, noch austrocknen lässt, kann man nichts falsch machen.

großes schöllkraut

Düngen: Wer düngen möchte, verabreicht von April bis September einmal im Monat mineralischen oder organischen Flüssigdünger. Wird jährlich umgetopft oder auch nur ein Teil der Erde durch frische ersetzt, ist keine Düngergabe erforderlich.

Die heimische Wildstaude wächst auch in Steinritzen und Mauern, dort ist das Nährstoffangebot in der Regel nicht besonders hoch.

schöllkraut mauer

Überwintern: Im Winter muss nur an frostfreien Tagen gegossen werden. Man hält das Substrat mäßig feucht, wässert also nur soviel, um das Austrocknen zu vermeiden.

Bei mir hat sich das Große Schöllkraut im Topf als gut winterhart erwiesen, hier wird es aber selten kälter als -15 Grad.

Vermehren

Die Vermehrung kann durch Samen oder Teilung des Wurzelstocks erfolgen. Wer die Selbstaussat verhindern möchte, muss Verblühtes regelmäßig entfernen. Wird nach der ersten Blüte im Mai gesät, können die so gezogenen Pflanzen schon im Spätherbst blühen.

Das Schöllkraut als Gartenstaude

Ausgepflanzt im Garten, muss man sich noch weniger um Chelidonium majus kümmern, als im Topf. Dort lässt es sich zumeist von alleine nieder. Wer dieses Glück nicht hat, findet es an Wegrändern, auf Schuttplätzen, an Mauern, Friedhöfen und in lichtern Wäldern/Gebüschen.

Nur während der heißen Sommerwochen sollte man gelegentlich gießen. Die vertrockneten Pflanzenteile können im Herbst oder Frühjahr abgeschnitten werden.

Basisinformationen

Botanisch eingeordnet ist das Schöllkraut in die Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Es ist die einzige Art in der Gattung Chelidonium. Ihm werden heilende Wirkungen, zum Beispiel gegen Warzen, nachgesagt.

Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa bis nach Nordafrika und Vorderasien.

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